Gemeindeentwicklung

Gemeinden sind sehr vielschichtige, komplexe "Gebilde". Man kann sie aus verschiedensten Perspektiven betrachten, z.B.:

  • aus neutestamentlicher Sicht (geistliche Grundlagen, Gaben & Ämter, Gottesdienst, usw.)
  • aus organisatorischer Sicht (Management, Prozesse, Methoden & Tools, Kommunikation)
  • aus systemischer Sicht (soziale Organisation, Organisationskultur, Organisationsentwicklung)
  • aus Sicht komplexer adaptiver Systeme (kontiniuerliche Selbsterneuerung, Agilität, Ambidextrie)
  • aus soziotechnischer Sicht (z.B. digitale Transformation, Innovation)
  • aus rechtlicher Sicht (Gemeinnützigkeitsrecht, Medienrecht, Arbeitsrecht, usw.)

All diese Perspektiven erschließen unterschiedliche Optionen für Veränderungen und was dabei zu beachten ist. Ähnlich zu folgendem Bild einer bunten Flüssigkeit sind Gemeinden komplexe Systeme mit unterschiedlichsten internen und externen Wechselwirkungen, die nicht einfach zu erfassen sind:

 

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Gemeindeentwicklung ist dann ein gezielter Prozess, um Gemeinden zu stärken, ihrem Auftrag in der Welt gerecht werden zu können. Aufgrund der Komplexität ist dieser Prozess jedoch nicht (wie bei technisch-mechanischen Systemen) direkt "steuerbar". Man kann jeweils nur Impulse setzen (Interventionen), auf die das komplexe System reagiert - und das oft anders, als man denkt. Es geht um einen agilen Entwicklungsprozess, die ständig Änderungen im und außerhalb des Systems Gemeinde mit einbezieht. Eine hohe Partizipation aller Betroffenen ist dabei wichtig. Geschieht dies nicht, ist mit unnötigen Abwehrreaktionen und Widerständen zu rechnen.

 

Beispielansatz: Natürliche Gemeindeentwicklung

Ein Beispiel für einen recht umfassenden Entwicklungsansatz ist die Natürliche Gemeindeentwicklung (NGE), die wir hier kurz vorstellen: